Werner Krämer

Öffentlichkeit/Public

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"Wenn wir zu hoffen aufhören, kommt, was wir fürchten, bestimmt", Ernst Bloch, Philosoph, in Ludwigshafen geboren, am 8. Juli 2010 wäre er 125 Jahre alt geworden.

Diese Seite soll von den Nutzern mitgestaltet werden. Bitte äußern Sie Anregungen, Ideen, Kritik oder Bedarfswünsche. Dies können Sie gerne persönlich, schriftlich oder per Email (Feedback )machen.

                                                   

Inhalt: Bisher sind Kinder-Uni und Schulpatenschaft, ein Forum der Nutzer, ein satirisches Portrait der Volkswirtschaftslehre, ein Schwarzes Brett, berühmte Wirtschaftsbücher, ökonomisch relevante Filme  und Kommentare (Views), die alte Seidenstraße, Troja und Homer, Islamische Kultur und Wirtschaft,  Ganzheitliches Denken aus China, sowie neuere Zitate aus dem Wirtschaftsleben enthalten.                                                                                                

 

 

  Bildung und Ausbildung ist unser Pass für die Zukunft und das Morgen gehört denjenigen, die sich heute darauf vorbereiten, Wolfgang Gerhardt, Politiker.

Kinder-Uni und Schulpatenschaft:

Kinder-Uni

Wintersemester 2009/ 2010, Thema:

Umweltschutz durch Eigennutz. Denn heute stirbt der Wald und morgen ... ?

Kurze Inhaltsangabe:

Im Dezember 2009 findet in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen eine Weltklimakonferenz mit fast allen Ländern der Erde statt, die den zukünftigen Umweltschutz weltweit regeln soll. Die jetzige Regelung, das Kyoto-Protokoll, läuft im Jahre 2012 aus. Eine neue Übereinkunft ist dringend notwendig für das Überleben der Erde, denn die Naturkatastrophen (Stürme, Überschwemmungen, Dürren, Versteppung, Eisschmelze u. a.) infolge zunehmender Umweltverschmutzung häufen sich.

Dazu gehört auch das Absterben der Bäume. Ob es einem Baum schlecht geht, erkennt man meist am Blattausfall. Das Waldsterben  ist insbesondere auf den CO2-Ausstoß (Kohlenstoffdioxid) zurückzuführen. Diese Verunreinigung (Emission) entsteht durch Autofahren, produzierende Firmen, Kraftwerke, Flugzeuge und Heizungen. Leider zahlen diese Verursacher nicht ganz für ihre negativen Folgen, sondern die Allgemeinheit (alle Menschen, die Steuern zahlen) muss die Schäden tragen oder beseitigen (der globale Waldschutz stand auch im Mittelpunkt der Nachfolgekonferenz in mexikanischen Cancun Ende 2010).

Hier setzt die Umweltökonomik (wirtschaftliche Beschäftigung mit Umweltfragen) ein, indem sie erreichen will, dass jeder Verursacher für seine Schäden selbst zahlt. Sie will die Menschen dazu bringen, dass es zu ihrem  eigenen Vorteil ist, die Umwelt sauber zu halten.

Anhand eines Waldexperimentierkoffers (von der BASF gesponsert), verschiedener interaktiver Umwelt-Internetseiten und eines Rollenspiels wird mit den Kindern die Umweltproblematik behandelt und die Funktionsweise eines künstlich erzeugten Marktes im Umweltbereich nachgestellt. Dieser Markt regelt die Höchstmenge von CO2 über Verschmutzungsrechte (Zertifikate). In der Praxis findet dies mittlerweile schon in Europa statt.  

Termin: 14. Januar 2010, 15.30 - 16.30 Uhr, in A 302. Geeignet für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren. Literatur: Al Gore, Wir haben die Wahl. Ein Plan zur Lösung der Klimakrise, München: Riemann 2009.

Sommersemester 2009, Thema:

Warum ist der Big -  Mac nicht nur zum Essen da?

Kurze Inhaltsangabe:

Den Big Mac kennt fast jedes Kind und fast jeder Erwachsene überall in der Welt. Er ist ein Produkt und eine Marke der Fast Food - Kette Mc Donalds, die ein globales Unternehmen darstellt und somit in fast allen Ländern der Erde vertreten ist. 

Wirtschaftswissenschaftler nutzen diese Eigenschaft, um die Preise von Waren auf der Welt vergleichen zu können. Sie können dabei vor allem sehen, ob das Geld in einem anderen Land (Währung genannt) in Bezug zum wichtigsten Geld auf der Welt (Dollar) oder zu unserem Geld, dem Euro, zu hoch oder zu niedrig bewertet ist. Man spricht vom Big Mac – Index und scherzhaft von „Burgernomics“. Eine englische Zeitung, der „Economist, macht regelmäßig die  Berechnung.  

Der Wert eines Geldes ist wichtig beim Umtauschen in das Geld eines anderen Landes. Wenn man in Urlaub fährt, möchte man auch wissen, wie viel man mit seinem Geld, dem Euro, im Ausland kaufen kann (dies wird „Verbrauchergeldparität“ genannt).

Vorsichtig eingebaut wurden auch Hinweise darauf, dass Fast Food dick und süchtig machen kann (dies zeigen Studien mit Ratten in den USA).

Termin: 29. April 2009 von 15.30 bis 16.30 Uhr, für acht bis zwölfjährige SchülerInnen in A 302. Mc Donalds neben der Hochschule sponsert die Veranstaltung mit kostenlosen Big Macs. Am 29. Mai in einer Grundschule. Die Big Macs werden gemeinsam selbst zubereitet.

Vgl. auch: University of Western Australia, The Big Mac Index - Two Decades on an Evaluation of Burgernomics", 2010. Einerseits sind die Wechselkursprognosen auf Basis der Burgerpreise systematisch verzerrt. Andererseits lassen sich diese Fehler korrigieren. Damit sind die Vorhersagen mittel- bis langfristig gar nicht so schlecht. Berühmt wurde auch die Internetseite der "Unverwüstliche Burger", wo ein Experiment mit einem Burger von Mc Donalds geschildert wird, der nach 180 Tagen noch gleich frisch aussieht.

Sommersemester 2008, Thema:

Wie man einen Gummibärchenskandal spielerisch lösen kann, oder: Was nützen Wirtschafts-Nobelpreisträger in der Grundschule?

Kurze Inhaltsangabe:

Jan ist Klassensprecher einer  Grundschulklasse. Das ist er geworden, weil er an die Mitschüler Gummibärchen verteilt hat. Über die Herkunft der Gummibärchen hat er gelogen. Lea, eine Mitschülerin und stellvertretende Klassensprecherin, weiß davon. Sie hat aber selbst Gummibärchen von einem Fremden angenommen, was verboten ist. Dies wiederum weiß Jan. Gerüchte über beide Fälle drohen sich zu einem Gummibärchenskandal auszuweiten. Die Klassenlehrerin will den Skandal mithilfe der Spieltheorie lösen. Für die Spieltheorie sind in den letzten Jahren fast alle Wirtschaftsnobelpreise (der wichtigste Preis für Wirtschaftsforscher) vergeben worden. Wie können verschiedene Lösungen des Skandals ausschauen?

Termin: Fr. 13. Juni 2008, 15.30 Uhr, in A 301. Mit Beitrag und Interview von SWR4.

"Man müsste im Vorschulalter und Grundschulalter alles konzentrieren, was man an guter Pädagogik zur Verfügung hat", Henning Scheich, Direktor Leibnitz-Institut für Neurologie, Magdeburg.

"Ein großer Mensch ist, wer sein Kinderherz nicht verliert", Mengtse.

Sommersemester 2006, Thema:

Warum regnet Geld nicht vom Himmel und wird nicht in den Mülleimer geworfen?

Kurze Inhaltsangabe:

Geld steht für das Wesen des Wirtschaftens, mit dem Kinder zuerst in Berührung kommen (z. B. Sparbüchse, Taschengeld).

Ökonomische Fragen, die jeder zu beantworten hat, sind : Wie komme ich an Geld? (Muss ich arbeiten  oder "arbeitet" mein Geld?) Was tue ich mit dem Geld? (Brauche ich Geld?) Wie viel Geld habe ich? Wie viel Geld werde ich in Zukunft haben?  Anhand des Geldes können auch Grundfragen behandelt werden: Regiert Geld die Welt? Macht Geld allein glücklich? Hört bei Geld die Freundschaft auf?

Ausgangspunkt sind Geldscheine und Münzen, die die Kinder bekommen. In ein spielerisches Experiment und eine kleine Befragung werden die Teilnehmer aktiv eingebunden.

Termin: Mo 12. Juni 2006, 15.00 bis 16.00 Uhr in A303. Die Veranstaltung  für 8 bis 12jährige Schüler war schon lange ausgebucht.  Am 29.09. 2007 in einer Buchhandlung in Neustadt für Kinder von 8-10 Jahren.

Buch zur Vorbereitung (nicht Voraussetzung): Crummenerl/ Puth, So ist das mit dem Geld, Würzburg (Arena) 2004.

Diese Veranstaltung kann in modifizierter Form auch in Banken,  Buchhandlungen, Schulen oder anderen Institutionen eingesetzt werden.

"Man braucht Geld, um zu leben, auch ich benötige es. Jeder liebt Geld", Dalai Lama, Friedensnobelpreisträger und buddhistisches Oberhaupt Tibets.

Schulpatenschaft

Die Hochschule kümmert sich schon länger um die relevanten Schulen der Region. Im Rahmen dieses Schulpatenschaftsprogramms habe ich zuletzt die Berufsbildende Schule, Landau besucht. Eine Klasse der Internationalen Gesamtschule Mannheim, Herzogenried ( www.igmh.de ) wurde in der FH und im OAI betreut.

Am 10. September 2008 habe ich einen Vortrag über die Kompetenzen der HS Ludwigshafen in der Metropolregion Rhein-Neckar auf der Messe für Ausbildung und Studium (MAuS) am Otto-Hahn-Gymnasium in Landau (R. A 219 von 13.20 - 13.50 Uhr) gehalten.

"Wirklich ist jedes Kind gewissermaßen ein Genie, und jedes Genie gewissermaßen ein Kind", Arthur Schopenhauer, deutscher Philosoph (1788-1860).

 

      "Cras legam" (Ich werd` es morgen lesen). nach Sueton, römischer Schriftsteller um 70-140. Das Schriftstück, das Cäsar den geplanten Anschlag auf sein Leben enthüllen sollte, wurde von ihm weggelegt, um es später zu lesen. Am 15. März 44 wurde er ermordet. "Don`t put off until tomorrow what you can do today".

Forum:

- Literaturempfehlungen: von StudentInnen: Tom Peters: Re-imagine - Spitzenleistungen in chaotischen Zeiten -, Starnberg 2004 (Dorling Kindersley Verlag). Vergleiche auch www.tompeters.com.  Zitate daraus: "Die wichtigste und verantwortungsvollste Aufgabe unserer Zeit ist es, unsere Unternehmen und Institutionen, ob öffentlich oder privat, neu zu erfinden". "Alles verändert sich ständig und immer schneller. Nichts ist von Dauer", S. 305. Eine weitere Literaturempfehlung: Ridderstrale, J./ Nordström, K. Karaoke Kapitalismus, Redpoint 2005 (vgl. auch Karaoke - Kapitalismus ).

- Der Vorschlag, die Kategorie "FAQ" (Frequently Asked Questions) aufzunehmen, ist implizit auf der Homepage umgesetzt, da der Text im Laufe vieler Jahre (mittlerweile über 16 Jahre) maßgeblich von den Fragen meiner StudentInnen inspiriert wurde.

- Für die Vorbereitung von Prüfungen können je nach Studienabschnitt und Fach durchaus einige Informationen der Homepage die Arbeit erleichtern (z.B. die aktuellen Daten auf der Startseite oder der Seite "Ostasien" bzw. die Seite "Übung", auch "E-Learning"). Die Kombination einzelner Seiten entspricht einem VWL-Online-Lehrbuch.

Emails zu bevorstehenden Klausuren beantworte ich nicht. Ich sehe darin einen unzulässigen Versuch, sich persönlich einen Vorteil zu verschaffen. Alle StudentInnen müssen die gleichen Chancen und Bedingungen haben. Fragen nach Noten beantworte ich auch grundsätzlich nicht per Email. Ebenso gebe ich Noten jeder Art niemals selbst bekannt.

- Seminararbeiten und Referate kann ich nicht online per Email betreuen, weil der interaktive Aufwand und die erforderliche Exaktheit eines schriftlichen Dokuments dem entgegenstehen. Auch Anfragen sollten über das Sekretariat laufen.

- Wenn Sie beabsichtigen, eine Thesis (Bachelor oder Master) von mir betreuen zu lassen, informieren Sie sich bitte vorab auf der Seite "Abschluss/ Thesis". Meine Fächer sollten dabei nicht zu den schwächeren gehören. Die Zahl "schlampiger" Arbeiten (wegen Termindruck durch bevorstehendes Masterstudium, Defizite im wissenschaftlichen Arbeiten, Rechtschreibschwächen, Kopieren aus dem Internet) ist gewachsen. Ich will auf keinen Fall "als Co-Autor auftreten".

- Zeitung lesen (insbesondere Wirtschaftsteil, oder das entsprechende Nutzen anderer Medien) ist bei mir nicht nur prüfungsrelevant, sondern indiziert auch Engagement und ist im späteren Berufsleben notwendig. 

- Kritik bzw. Verbesserungsvorschläge beziehen sich häufig auf die Übersichtlichkeit der Homepage. Ich bitte, unterstützend mit der Gliederungs-Seite "Sidemap" zu arbeiten. Das schließt aber nicht aus, dass ich mir über diesen Punkt Gedanken mache und ständig an Innovationen arbeite - soweit dies meine Zeit und mein Know-how ermöglichen. Meine StudentInnen dürften es aber aufgrund der Kenntnis meiner Denkweise/ Logik und mündlicher Hinweise in den Veranstaltungen einfacher haben.

- E - Learning Elemente, die auch interaktive Kommunikation ermöglichen (Web 2.0), sind auf mittlere Sicht für die Veranstaltung VWL I vorgesehen. In OLAT bin ich mit Veranstaltungen aktiv. Es ist zu berücksichtigen, dass diese für den Dozenten in vielen Fällen sehr arbeitsintensiv und ineffizient sind. Gerade der Campus-Gedanke im OAI lässt dies auch weniger sinnvoll erscheinen; dagegen wird hier die Kommunikation in den Veranstaltungen ständig ausgebaut (soweit der Hochschulpakt dies noch erlaubt). Die Rolle des Professors verändert sich (und würde sich noch stärker verändern, wenn die Rahmenbedingungen besser wären).

- Keine noch so guten Skripte und Super - Präsentationen können das eigene Literaturstudium und die Übungen (Workload) ersetzen. Wissen wird nicht automatisch beim im Raumsitzen und Rumsitzen übertragen. Lernen ist und wird immer notwendig bleiben. Außerdem ist es immer mit Denkprozessen gekoppelt, ebenso spielt die Interaktion bzw. zweiseitige Kommunikation eine große Rolle. Deshalb sollte man als Student die Schuld für Versagen immer zuerst bei sich suchen und nicht in der Evaluierung versuchen, dem Dozenten den "Schwarzen Peter" zuzuschieben. Auch für miserable Rahmenbedingungen sollte der Dozent nicht verantwortlich gemacht werden.

- Unverschämte Emails beantworte ich nicht, einige Kostproben: "wegen eines Jobs kann ich nicht in die Veranstaltung kommen, bitte geben Sie mir den Inhalt an"; "wegen Krankheit konnte ich die Vorlesung nicht besuchen, ich bitte um einige Tipps zum Klausurthema"; "da Ihre Vorlesung überfüllt ist, möchte ich sie mit Ihnen in der Sprechstunde durchsprechen" usw. Damit ist noch nicht von der Rechtschreibung die Rede.

- Zunehmend versuchen Studenten, über Email Kontakt aufzunehmen, wenn sie in Veranstaltungen oder Zusatzveranstaltungen nicht anwesend waren. Auf diese Art von Arbeitsbeschaffung verzichte ich gerne.

- Sowohl Klausuren als auch Hausarbeiten enthalten Kommentare, aus denen sich die  Begründung der Note ableiten lässt. Dies ist den Studenten durch Einsichtnahme zugänglich. Bei stark steigenden Korrekturfällen werden die Bemerkungen kürzer, nicht mehr so gut lesbar und ich kann einzelne Email-Anfragen nicht mehr beantworten. Noten werden nicht geändert und sind somit nicht verhandelbar. Wegen extrem hoher Studentenzahl und damit Prüfungsteilnehmer-Zahl gehe ich zu Sammelbesprechungen der Prüfungsergebnisse und Klausurbesprechungen über.

- Einzelne Studenten versuchen, mit Diskussionen, Emails und entsprechenden Lehrevaluierungen, mich dazu zu bewegen, die Power -Point orientierte Auswendiglernmentalität einiger BWL-Fächer auf die Volkswirtschaftslehre und Statistik zu übertragen. Das Verlangen von Denk- und Transferfähigkeiten auch im Bachelor ist eine hochschulpolitische Grundsatzfrage. Anders lautenden konkreten Gremienbeschlüssen, die von Transferfähigkeiten abrücken, würde ich aber folgen, was meine Arbeit erheblich erleichterte, weil ich kaum noch Wiederholer hätte.

"Die Steuern sind hoch, die Arbeitszeiten kurz, der Urlaub lang. Rom ist untergegangen, weil die Leute sich zu sehr amüsiert haben", Shigetaka Komori, Präsident der Japanisch-Deutschen Gesellschaft über Deutschland.

"Jeder Kunde hat ein Recht, zu wissen, wie die Leute, bei denen er einkauft, zur Gesellschaft stehen", dm-Chef Götz Werner (er wurde auch bekannt durch seine Forderung nach einem Grundeinkommen in Deutschland).

 

       "Ein Ökonom ist jemand, der mehr vom Geld versteht als die Leute, die es haben", John Kenneth Galbraith, amerikanischer Ökonom, 2006 gestorben.

Portrait:

der Volkswirtschaftslehre (bzw. Ökonomik) mit Augenzwinkern. Auf mehrfachen Wunsch hin.

Volkswirtschaftslehre (VWL) ist eine Wissenschaft zur Beantwortung folgender Fragen auf fünf Gebieten:

Instrumente/ Methoden: Warum betreibt die Volkswirtschaftslehre (VWL) mit ihrem Namen Etikettenschwindel, da sie doch mehr Weltwirtschaft ist?   Warum bringt das Internet ökonomische Gesetze durcheinander und wird deshalb nicht verboten?  Wie macht man aus Kaffee Theoreme? (sind deshalb die Kaffeeanbau-Länder so arm oder kann man im Kaffeesatz lesen: z. B. bei den Kosten bei einer Verlängerung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I). Warum hält volkswirtschaftliches Wissen nicht länger als Fisch? Warum misstraut jeder ökonomischen Aussagen und warum ist bei vielen Talkshows  doch immer ein Ökonom dabei? Warum liegen ökonomische Prognosen fast immer daneben? Warum kann man aus unrealistischen Annahmen so gute Schlüsse ziehen? Warum sind Ideologien in der VWL oft wichtiger als Ideen? Warum sollen politische Maßnahmen nicht bewertet, aber beurteilt werden? Warum ist die VWL die einzig wahre Sozialwissenschaft und warum sind alle anderen Hilfswissenschaften? Warum ist die Volkswirtschaftlehre imperialistisch, indem sie häufig Fragen bearbeitet, über die auch andere Disziplinen nachdenken? Warum rennt der "homo oeconomicus" dauert "gegen die Wand"? (weil ihm die Kultur fehlt?). Warum leidet beim Denken ans Vermögen das Denkvermögen? Warum ist der mathematische Ansatz so erfolgreich? Weil er nur rein schematisches Denken ("Scheuklappen") erfordert. Warum sind die Vorhersagekünste deutscher Ökonomen so schlecht? (z. B. für 2010). "Wie mer et määt ess et verkehrt", Kölsche Weisheit, für Ökonomen gut geeignet (Trost für manche VWL-Klausuren).

Mikroökonomik: Warum ist der Mensch für die hektische Wirtschaft nicht geschaffen und sollte er deshalb von ihr fern gehalten werden? Warum schmeckt das zehnte Bier nicht so gut wie das erste? Wo lebt der "homo oeconomicus"? Warum braucht der Mensch ein Auto, um Geld zu verdienen, damit er sich ein Auto kaufen kann? Warum ist Wasser lebensnotwendig, aber billiger als Gold? Warum ist nichts kostenlos? Wird die Welt nur vom Nutzen regiert? Warum interessiert nur das durchschnittliche Verhalten und warum hält sich keiner dran? Ist Kriminalität Folge eines ökonomischen Kalküls und warum sind Ausländer krimineller? Warum haben Frauen theoretisch weniger Zähne als Männer und warum zählt keiner nach? Macht Geld allein kinderreich? Heiratet der Mensch, wenn dadurch sein Nutzen höher ist als die Kosten des Alleinseins und sind das Opportunitätskosten? Macht Reichtum glücklich? Warum wird die Polizei nicht privatisiert?  Warum sind viele Mikroökonomen bzw. Neoklassiker  so engstirnig? (und trösten sich damit, dass die Betriebswirte noch weniger Tiefgang haben). Warum gehören die meisten Mikroökonomen zur folgenden Gruppe: Those who don´t know that they don´t know? Es soll Ökonomen geben, die Heinz Erhardt für den Begründer der Sozialen Marktwirtschaft halten (siehe das Ende der Seite). "Jeder Jeck ess anders", Kölsches Mantra als Kritik am Menschenbild der Mikroökonomik.

Makroökonomik: Warum sind viele Makroökonomen klein und betreiben deshalb nicht Mikroökonomik? Sind Keynesianer schlauer als Monetaristen und alle Neoklassiker per se sowieso heilig? Warum gibt es zwischen den jeweiligen Schulen so viele Schlammschlachten, z. B. zwischen Krugman und Schwartz/ Nelson.  Sind Kriege für das Wirtschaftswachstum und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit notwendig ("neue Wirtschaftswunderzeiten")? Warum macht man durch Optimierung von "Employability" die Arbeitslosigkeit nicht vergessen? Kann der Verzicht auf Urlaub die Probleme der Rentenversicherung lösen? ("Wir müssen im Zweifel auf eine Urlaubsreise verzichten, um für später vorzusorgen", Peer Steinbrück). Steigt mit dem Rocksaum die Konjunktur? Steigt mit der Aktentaschenfülle des amerikanischen Notenbankchefs der Leitzins? Ist der Euro schuld an der Wachstumsschwäche Deutschlands? Warum streben wir nicht Autarkie an und lösen uns von der Globalisierung ab (geschlossene Volkswirtschaften sind auch mathematisch einfacher)? Warum schaffen wir die Arbeitsteilung nicht ab und werden alle zu Selbstversorgern? Warum macht der Staat jetzt nicht mehr Schulden (weniger Menschen bei uns in der Zukunft lösen doch das Knappheitsproblem)? Weshalb war eine Wirtschaftskrise unvermeidlich, obwohl vorher noch stattliche Wachstumsraten prognostiziert wurden? Ist die Weltwirtschaftskrise mit einem Offenbarungseid der Makroökonomik verbunden (wo ist der neue Keynes)? VWL wird in der Weltwirtschaftskrise zur Abkürzung für "Vom schnellen Auferstehungs-V  über das wabblige W bis zum langen Talsohlen-L war alles im Angebot". "Et kütt wie et kütt", Kölsches Mantra, hier Bewertung der Makroökonomik. Besser als jedes Modell der VWL, siehe die Vorhersage der Finanz- und Weltwirtschaftskrise 2008/2009.

Umweltökonomik:  Warum will keiner die Umwelt verschmutzen und es geschieht doch? Warum macht Trittbrett - Fahren ("free rider") nirgendwo sonst so viel Spaß? Warum Umweltschutz durch Eigennutz? Warum verdienen die Manager so wenig, dass sie nicht in der Nähe ihrer Unternehmen wohnen können (Beispiel BASF und Professoren)? Warum ist das Öl trotz seiner Knappheit viel zu billig? Sollte man den Chinesen das Privatauto verbieten, damit die Erde die nächsten 30 Jahre überlebt? Warum klammert man - wie die USA unter Bush - das Umweltproblem nicht aus ("ceteris paribus"), damit sich alle anderen Probleme von selbst lösen? In der Umwelt funktioniert der Marktmechanismus nicht: warum streicht die VWL nicht den Markt als Mittelpunkt ihrer Wissenschaft? Führt Umweltschutz zum Hungern in der Welt? Warum können sich nur reiche Länder Umweltschutz leisten? Warum macht keine Branche so erfolgreiche Lobby - Arbeit wie die Energiewirtschaft? Warum profitiert die Umwelt nicht vom Emissionshandel (Ergebnis ist nur "heiße Luft!")? Warum werden bei der Atomtechnologie wichtige Faktoren herausgerechnet (Müll, Risiko)? Warum ist die Nachhaltigkeit in der Ökonomie so in den Hintergrund gedrängt worden (Shareholder Value, Kurzfristigkeit, Ausklammerung der Natur, Vernachlässigung sozialer Aspekte)? "Et hätt och schlemmer kumme könne", Kölscher Kommentar zum Umweltzustand.

Internationale Wirtschaft:  Warum ist Knappheit der Leitgedanke der VWL und warum herrscht sie nur in Entwicklungsländern? Sollte man Deutschland in die USA verlegen (analog einem iranischen Vorschlag), damit die Wirtschaft endlich floriert? Warum sind alle Länder für die Aufhebung der Importzölle der anderen Länder und schaffen sie doch nicht ab? Warum können die Religionen weltweit dem globalen Markt nicht Fesseln anlegen (Vorbild Islam)? Warum gibt es nicht eine Währung in der Welt (globo, mundo)? Warum verlegt man nicht die gesamte Produktion nach China und Indien, damit die übrigen Menschen mehr Muße haben? ("Es kann gar nicht dazu kommen, dass Indien und China eines Tages alle Produkte dieser Welt herstellen und wir selber gar nichts mehr", Jagdish Bhagwati, Ökonom, in: Die Zeit, 23.11.2006, S. 32). Warum gibt es so viele gute Wechselkurstheorien und so viele arme Volkswirte? Warum glorifizieren mit großer Peinlichkeit so viele Volkswirte das US-System ohne die vielen Vorteile der europäischen Länder herauszuarbeiten? Wann muss die "Leitwirtschaft" USA den Offenbarungseid leisten oder war die Präsidentenwahl die Rettung? Warum ist der Big - Mac nicht nur zum Essen da? Warum verkaufen Börsenexperten Ratschläge statt Aktien zu kaufen? Warum kann man alle Modelle in der Pfeife rauchen? Weil keins die aktuelle Krise vorhergesehen hat. Warum dürfen Griechen und Franzosen früher in Rente gehen? "Mer muss och jönne könne", wichtige Voraussetzung für die Internationalen Wirtschaft auf Kölsch. Verhindert Protektionismus. Auch wichtig zum Überleben der EU.

" Das Leben meistert man lächelnd oder überhaupt nicht", (aus China). "Aller höhere Humor fängt damit an, dass man die eigene Person nicht mehr ernst nimmt", Hermann Hesse. Vgl. zur Satire allgemein das Satire-Magazin "Kojote" (www.kojote-magazin.de).

 

    "Selbst einen Papagei kann man zu einem gelehrten Nationalökonomen machen; es genügt, ihm die Worte "Angebot" und "Nachfrage" beizubringen", Paul Samuelson (gestorben 2009, schrieb das erfolgreichste ökonomische Lehrbuch aller Zeiten, mit Keynes der wichtigste Ökonom des 20. Jahrhunderts).

 Schwarzes Brett:                               

 Angebot:

Lehrbücher können billiger von den Studenten höherer Semester bezogen werden.

 

 

 

Nachfrage:   

Studentische Hilfskräfte

Tutoren

 

zur Zeit nicht

Vergleiche auch die großen Hochschulportale/" Schwarzen Bretter":

www.studylounge.de und www.facebook.com . Facebook ist mit 60 Mio. Mitgliedern das größte Soziale Netzwerk. 2011 ist der Marktwert gemessen am Aktienkurs riesig.

StudiVZ ist ein  virtueller Campus (ca. 1 Mio. Mitglieder immatrikuliert): Fachsimpeln über Professoren, Seminare und "Gegruschel".

 "Something cheap is only a bargain if you need it", Redensart.

 

  "Ein Unternehmen, das nichts als Geld hervorbringt, ist ein armes Unternehmen", Henry Ford.

Wirtschaftsbücher (berühmt, einflussreich, subjektive Einschätzung von mir /persönliche Hitliste, auch BWL/Unternehmensführung) :

David Ricardo: On the Principles of Political Economy and Taxation, London 1817. Seine Theorie der Komparativen Kosten hat die Außenwirtschaftstheorie bis heute geprägt. Aber auch seine Subsidenztheorie und seine Arbeitswertlehre hatten großen Einfluss.

J. H. von Thünen: Der isolierte Staat, Aalen 1990 (1. Auflage bei Perthes in Hamburg 1826). In diesem Buch entwickelt Thünen revolutionäre "grüne" Ideen. Es hat großen Einfluss auf US-Ökonomen (z. B. Krugman, New Geography).

Friedrich List: Das nationale System der politischen Ökonomie (Nomos 2007). National System of Political Economy, Cosimo Classics, 2011). Er lebte von 1789 bis 1846 (erschoss sich). Geboren wurde er in Augsburg, wo man mehr über ihn erfahren kann. Er war der weltweit wichtigste Zolltheoretiker (Erziehungszoll!). Er war auch Entwicklungstheoretiker (Kritiker von Malthus, Innovation bewältige jedes Bevölkerungswachstum; er kritisiert auch überzeugend die Arbeitswertlehre). Während er heute in Deutschland relativ unbekannt ist, gilt er in Entwicklungs- und Schwellenländern als einer der größten deutschen Ökonomen (auch in Japan). Seine Ausführungen über den Niedergang der großen Handelsimperien Hanse, Venedig und Spanien sind noch heute interessant zu lesen.

Adam Smith: Der Wohlstand der Nationen. Eine Untersuchung seiner Natur und seiner Ursachen, München 2005 (11. Aufl.). Smith (Schotte, 1923-1790), eigentlich Moraltheologe, gilt als einer der Väter des Faches "Volkswirtschaftslehre. Er hat auch eine Abhandlung über die Moral in der Wirtschaft geschrieben. Die Einbeziehung von Ethik und Moral in die Wirtschaft erlebt nach der Finanzkrise 2008/ 2009 eine Wiedergeburt. Als zentrale These gilt die "Unsichtbare Hand", die Marktversagen und stabile Ungleichgewichte auf lange Sicht ausschließt. "Es ist nicht die Wohltätigkeit des Metzgers, des Brauers oder des Bäckers, die uns unser Abendessen erwarten lässt, sondern dass sie nach ihrem eigenen Vorteil trachten", Adam Smith.

Karl Marx: Das Kapital, 3 Bände, Berlin 2008 (1859 erscheint das Einführungskapitel unter dem Titel "Zur Kritik der politischen Ökonomie"). Das Werk soll nach der Bibel das meist gelesene Buch der Welt sein. Es hat die Welt auch entscheidend beeinflusst (Wirtschaftssysteme in Russland, China).

Frederick Taylor: The Principles of Scientific Management, New York 1911. 1856 bis 1917. Er machte als erster "Arbeit" zum Denkansatz, erforschte die Arbeitsproduktivität und begründete den Taylorismus. Sein Werk zeigt auch warnend, wohin rein ingenieurwissenschaftliches Denken führen kann.

Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft, Tübingen 1921. Dieses Buch ist Fundament für die Wirtschaftssoziologie sowie die politische Soziologie und wahrscheinlich das einflussreichste soziologische Werk. Auch die "Protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus" vom gleichen Autor ist bedeutsam, weil sie sich früh mit dem Einfluss der Kultur (Religion) auf die Wirtschaft befasst, was Ökonomen meist vernachlässigen.

Abraham H. Maslow: Motivation and Personality, New York 1942. Er lebte von 1908 bis 1970. Er gilt als einer der einflussreichsten Anthropologen in der Wirtschaftswissenschaft. Am bekanntesten ist sein Konzept der Bedürfnishierarchie.

Peter Drucker: The Practice of Management, 1954 (schon 1939 "The End of Economic Man"). Er lebte von 1909 bis 2005. Er entwickelte zahlreiche Theorien zur Unternehmensführung (z. B. Management by Objectives) und gilt hier als der erfolgreichste Theoretiker: "Vater des modernen Managements". Er war insofern der wichtigste Vordenker des modernen Management und bezog als erster die Ökologie ein. "Das meiste, was wir Unternehmensführung nennen, sind Dinge, die es den Leuten erschweren, ihre Arbeit zu erledigen".

Frederik Herzberg/ Bernhard Mausner et. al.: Motivation to Work, New York 1959. Herzberg lebte von 1923 bis 2000. Er entwickelte die Zweifaktorentheorie der Arbeitszufriedenheit, die die einflussreichste auf diesem Gebiet ist, wofür es in der Regel auch weltweite Daten gibt. "Auf die Arbeit schimpft man so lange, bis man keine mehr hat", Sinclair Lewis, US-amerikanischer Autor.

Igor H. Ansoff: Corporate Strategy. An Analytic Approach to Business Policy for Growth and Expansion, New York 1965. Geb. 1918 in Russland; er entwickelte die Strategische Planung als Managementaufgabe (Modell "drei S").

Ernst F. Schumacher: Small is beautiful: A Study of Economics as if People Mattered, Vancouver 1973. Gilt als eines der ersten grundlegenden Bücher über kleinere Unternehmen und als Klassiker für eine alternative wirtschaftliche Denkweise (deutsch 1977: Rückkehr zum menschlichen Maß). Es enthält auch eine "Buddhistische Wirtschaftslehre". Schumacher ist ein britischer Ökonom und ehemaliger Wirtschaftsmanager.

Michael Porter: Competitive Strategy: The Core Concepts, New York 1980. Er wurde 1947 geboren. Er definierte den Begriff "Wettbewerbsvorteile" neu und begründete neue Rahmenbedingungen. Er lehrt in Harvard. Von ihm stammt auch die Porter - Hypothese in der Umweltökonomik.

Tom Peters/ Robert Waterman: In Search of Excellence, 1987. Peters, geboren 1942. Das Buch war 20 Jahre eines der am meisten verkauften.

J. A. Schumpeter: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie, 7. Aufl., Tübingen 1993. Ca. 100 hervorragende Seiten über Karl Marx. Er listet die Widersprüche des Fortschritts auf (Entpersönlichung der Arbeit, Zerstörung der Familie). Derselbe: Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, 9. Aufl., Berlin 1997. Er erfand die Vierphasentheorie des Konjunkturzyklus. Kapitalismus ist für ihn "ein Prozess der schöpferischen Zerstörung". Er wendet sich gegen die "Stagnationisten" (Smith, Ricardo, Keynes). Imponierend seine interdisziplinäre Ausrichtung und Phantasie. Schumpeter lehrte in Österreich, Deutschland und den USA, war auch österreiichischer Finanzminister. "Der Prozess der schöpferischen Zerstörung ist für den Kapitalismus wesentliches Faktum..., der unaufhörlich die Wirtschaftsstruktur von innen heraus revolutioniert, unaufhörlich die alte Struktur zerstört und unaufhörlich eine neue schafft", J. A. Schumpeter, Kapitalismus... a.a.O.; S. 137f.

Keynes, J. M.: Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses uns des Geldes, Berlin 2002 (9. Aufl.). Keynes gilt als größter Volkswirt des 20. Jahrhunderts. Seine Lehre aus der Weltwirtschaftskrise 1929 hat die Wirtschaftspolitik danach geprägt, auch die in der Weltwirtschaftskrise 2009. Mittlerweile gibt es auch eine Keynes-Gesellschaft.

von Hayek, Friedrich August: Die Verfassung der Freiheit, 1960. Die Geschichte des liberalen Denkens. Definition der persönlichen Freiheit. Entwicklung des Rechtstaates. Bedrohungen der Freiheit. "Freiheit ist wesentlich, um Raum für das Unvorhergesehene und Unvoraussagbare zu lassen; wir wollen sie, weil wir gelernt haben, von ihr die Gelegenheit zur Verwirklichung unserer Zeile zu erwarten", F. A. von Hayek. 

Friedman, Milton: A Monetary History of the United States 1867-1960, zusammen mit Anna J. Schwartz, Princeton 1963. In diesem Werk wird die große Bedeutung der Geldpolitik für Konjunktur und Inflation belegt. Es wird versucht, nachzuweisen, dass die Große Depression auf Fehler der amerikanischen Notenbank zurückzuführen ist. Vgl. von Friedman auch Kapitalismus und Freiheit, München 1962 (Plädoyer für Freiheit und Marktwirtschaft).

"50 Prozent der Wirtschaft ist Psychologie, Wirtschaft ist eine Veranstaltung von Menschen, nicht von Computern", Alfred Herrhausen, ehemaliger Vorstandssprecher der Deutschen Bank.

 

       "Ich bin Handwerker, kein Künstler", Sönke Wortmann, deutscher Regisseur (geb. 1959, "Das Wunder von Bern", drehte auch den offiziellen Film zur Fußball-WM 2006 in Deutschland "Ein Sommermärchen", ab Oktober 2006 im Kino).

Filme:

Gliederung: Japan, China, Indien, Umwelt, Kultur und Psychologie, Sonstige Relevante (Ökonomie, Spieltheorie).

Japan: Der Film "Last Samurai" zeigt einige Grundzüge der japanischen Kultur auf, wenn man dafür auch die vielen unnötigen Kriegsszenen in Kauf nehmen muss. Die Umbrüche in der Meiji-Zeit (1876, Ende der Samurai) werden geschichtsverzerrend wiedergegeben. Viele bekannte historische Denkmäler sind zu erkennen. Einiges über die japanische Kultur erfährt man auch aus dem Film "Lost in Translation", der in Tokio spielt. Bill Murray wird unvorbereitet in das fremde Land "Japan" versetzt. Viele sehen ihn als Film des Jahrzehnts. Clint Eastwoods Pazifikkriegsstudie "Letters from Iwo Jima" zeigt, wie sinnlos es ist, einen Hügel zu verteidigen (ungeheure Übermacht der USA), aber auch einiges über das japanische Wertesystem. "Sakuran - Wilde Kirschblüte" ist die Geschichte vom Aufstieg eines unbändigen Mädchens zur ranghöchsten Kurtisane im Tokio (Vergnügungsviertel Yoshiwara) des 18. Jahrhunderts. Auf der Berlinade 2008 wurde der Film "Kirschblüten - Hanami" von Doris Dörrie vorgestellt. Es geht um ein bayrisches Ehepaar. Als die Frau stirbt, geht er dem Traum der Frau nach: Japan, Fuji und der Butoh -  ein Ausdruckstanz (die Toten träumen von uns). Er selbst lebt den Traum seiner Frau in Tokio, wo ein Sohn lebt, aus und wird dort selbst nach seinem Tod nach buddhistischem Ritual begraben. Die Kirschblüte ist leicht, wunderschön - aber vergänglich. Wie ein Menschenleben in Zeitraffer. "Hachiko" ist die Geschichte von einem treuen Hund in Japan, der von tiefem Vertrauen und Freundschaft zwischen Mensch (Richard Gere) und Tier über den Tod hinaus handelt.

China: Sehr empfehlenswert ist der Film "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin", der zu Zeit der Kulturrevolution in China spielt (in der Regel auch in Programmkinos). "Tuyas Ehe" aus China (Wang Quan`an) gewinnt den goldenen Bären der 57. Berlinale 2007. Es geht um eine aussterbende Gesellschaft (Nomaden, Schafzucht) und Umweltprobleme (kein Wasser) in der inneren Mongolei. Im Mittelpunkt steht eine mongolische Bäuerin, die sich nicht klein kriegen lässt. Beeindruckend sind die schönen Landschaftsaufnahmen. Ab Ende 08.07 kam der Film in deutsche Kinos, jetzt fast nur noch in Programmkinos. Gefahr und Begierde von Ang Lee (goldener Löwe und Palme) spielt in der Zeit des 2. Weltkriegs in Hongkong und Shanghai. China ist von Japan besetzt  und es gibt eine Kollaborationsregierung. Die Hauptdarstellerin gehört der Widerstandsbewegung an und wird auf einen Minister angesetzt. Sie zerbricht an dem Konflikt zwischen Liebe und Patriotismus. Das Kriegsdrama "John Rabe" ist 2009 zum besten deutschen Spielfilm mit der Lola in Gold (Deutscher Filmpreis, höchstdotierter Kulturpreis) ausgezeichnet worden. Regisseur Florian Gallenberger zeigt hier den deutschen Helden, der in China viele Menschen vor den Japanern im Kriege schützt und das Leben rettet (als Betriebsleiter von Siemens baut er eine Schutzzone auf). Rabe ist in China als Held sehr bekannt, nicht aber in Deutschland. Ulrich Tukur und Daniel Brühl zeigen eine herausragende schauspielerische Leistung. Die 60. Berlinale 2010 wird mit der chinesischen Tragikomödie "Apart Together" gestartet. In dem Film von Regisseur Wang Quan´an reist ein ehemaliger Soldat aus Taiwan zurück nach Shanghai, um seine große Liebe wiederzufinden, die er vor 50 Jahren schwanger verlassen hat. Die Enkelin seiner großen Liebe zeigt ihm die Stadt. Der Film Shanghai von 2010 aus den USA steht in der tradition von Casablanca. Er erzählt von einem amerikanischen Geheimagenten, der in die Stadt geschickt wird, um den Tod eines Freundes aufzuklären. Es ist eine Woche vor dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor. Im Mittelpunkt steht eine große Liebe, die sich als nachhaltiger erweist als die politischen Beweggründe.

Indien: Der indische Film "The Namesake, zwei Welten, eine Reise" aus dem Jahre 2006 von Mira Nair ist eine hervorragende Fallstudie auf die Akkulturation. Die zwei Welten sind Kalkutta in Indien und New York in den USA. Vor dem kulturellen Hintergrund wird eine wunderbare fesselnd Familiengeschichte erzählt. "Slumdog Millionaire" aus Indien hat 8 Oskars bekommen. Er handelt von einem indischen Jungen aus den Slums von Mumbai, der bei der Sendung "Wer wird Millionär" 20 Mio. Rupien gewinnt. Für mich war der Film eher eine Enttäuschung, weil er klischeehaft gemacht ist und zu wenig über das reale Leben in Indien erzählt. Auch die sprunghafte Bildführung ist sehr gewöhnungsbedürftig. Indien verfügt quantitativ über die größte Filmproduktion der Welt.

Umwelt: Im Oktober 2006 startete in Deutschland der Dokumentarfilm "Eine unbequeme Wahrheit" von Al Gore. Der Film gewann später auch zwei Oskars . Es geht um Weltklima- und Umweltschutz. Der ehemalige US-Vizepräsident und Präsidentschaftskandidat kämpft seit seinem Buch "Wege  zum Gleichgewicht" und Kioto für dieses Thema; vgl. auch www.climatecrisis.net . 2007 erhält er den Friedensnobelpreis. Der Film "Unsere Erde", der im Februar 2008 in Deutschland gestartet ist,  behandelt ebenfalls die Folgen der globalen Erwärmung und des Klimawandels. Am Beispiel der Tiere, vor allem der Eisbären und der Buckelwale, wird die Bedrohung verdeutlicht. Es handelt sich um eine Naturdokumentation mit atemberaubenden Bildern. Vgl. auch www.unsere-erde-derfilm.de . James Camerons "Avatar" ist mittlerweile der erfolgreichste Film aller Zeiten. Das Science-Fiction-Drama ist ökologisch angehaucht. Für einen wichtigen Rohstoff sollen die Ureinwohner von ihrem "Lebensbaum" durch Zwangsräumung vertrieben werden. Einerseits lebt der Film von vielen Klischees, andererseits ist das optische Erleben beeindruckend. Der Film "The Descendents" behandelt die Geschichte einer Familie auf Hawaii. Es geht auch um den möglichen Verkauf einer Immobilie, die die Küste "verschandeln" würde. Im Mittelpunkt steht aber ein Familienvater (gespielt von George Clooney, Golden Globe, Regisseur Alexander Payne), der die Familie mit zwei Töchtern alleine zusammenhalten muss, weil seine Frau im Koma liegt. Die Klischees von "heiler Familie" im "heilen Amerika" sind etwas zu dick aufgetragen.  "Es kann nur auf einem anderen Planeten oder in China stattfinden", Han Han, chinesischer Blogger.

Kultur und Psychologie: "Viel Passiert", ein Film von Wim Wenders über BAP, zeigt viel über die Zeitgeschichte der letzten 30 Jahre und über die Kultur meiner Heimatregion ("Et kütt wi et kütt, äwer et hätt noch immer joot jejange", BAP waren am 15.03.09 in Mannheim im Rosengarten). Der Besuch des Filmes "Die Kinder des Monsieur Mathieu" kann nur jedem Pädagogen nahe gelegt werden. "Wall Street" ist für Wirtschaftsstudenten allein schon sinnvoll, um über folgenden Spruch von Michael Douglas nachzudenken: "Lunch is for wimps" (Mittagspause ist etwas für Schwächlinge); auch: "Greed (Gier) clarifies, cuts trough and captures the essence of the evolutionary spirit. Greed, in all of its forms - greed for life, for money, for love, knowledge - has marked the upward surge of mankind". Dieser Spruch ist durch die Weltwirtschaftskrise überraschend aktuell geworden. Im Herbst 2010 kommt der zweite Teil mit gleichem Titel in die Kinos, auch mit Michael Douglas. Er handelt von der Finanzkrise, die allerdings zu sehr mit Spielsucht erklärt wird. Die Verquickung mit dem Happyend einer Familie wirkt aufgesetzt. Der Film von Woody Allen "Match Point" verrät einiges über Karriere und Beziehungen in der feinen englischen Gesellschaft und über Zufall und Glück (" I don´t want to achieve immortality through my work. I want to achieve it through not dying"). Ähnlich geht es in dem Film "Der Teufel trägt Prada" um die Opfer und Kosten der Karriere. I´m not there ist einmal ein Film über das Leben von Bob Dylan. Durch die Vielzahl der überragenden Schauspieler und ihre frei und weit interpretierten Rollen ist es aber gleichzeitig ein Kulturepos über die USA. Der Film "Shopaholics" zeigt auf humorvolle Weise unter Einschluss des "American Dream" was Kaufsucht ist und wie man sie heilen kann. Der Film von und mit Hape Kerkeling "Horst Schlämmer, Isch kandidiere!" entlarvt humorvoll die Vordergründigkeit und Schemenhaftigkeit des politischen Bundestags-Wahlkampfes in Deutschland und lässt die Profipolitiker, die mitspielen, erschreckend niveau, humor- und phantasielos erscheinen. I Der Film Shutter Island von Martin Scorsese mit Leonardo DiCaprio eignet sich sehr gut als Anschauungsmaterial für meine Psychologie-Veranstaltung. Es geht um verschiedene Realitäten und psychologische Mechanismen. Der deutsche Film Almanya, der im Frühjahr 2011 in die Kinos gekommen ist, handelt von der Frage der Heimat und der Identität türkischer Gastarbeiter in Deutschland. Die Schwestern Samdereli erzählen die Geschichte einer Familie aus Ostanatolien. Der Film, der auch außer Konkurrenz auf der Bernlinale 2011 lief, ist sehr empfehlenswert (Lola: bestes Drehbuch). Der Film "Eine dunkle Begierde" handelt von den Begründern der Psychoanalyse S. Freud und C. G. Jung. Im Mittelpunkt der Handlung steht jedoch die Liebesbeziehung zwischen der Patientin und späteren Ärztin Spielrein (Russin, Jüdin, Hysterie, Masochistin, im Film Kira Nightly) und Jung.

Sonstige Relevante (Ökonomie allgemein): Sehen Sie sich den Film "A Beautiful Mind" an (z. B. in Programmkinos, mittlerweile auch im Fernsehen). In diesem Film über den Mathematiker und Wirtschaftsnobelpreisträger John Nash werden Grundpositionen der Spieltheorie und natürlich das Nash-Gleichgewicht  anschaulich und spannend dargestellt. Die Spieltheorie ist heute unverzichtbar in der Volkswirtschaftslehre. Strategische Situationen auf Oligopolmärkten, auf dem Arbeitsmarkt, im Umweltbereich oder im Welthandel können so hervorragend analysiert werden. Der Film "Troja" sollte Pflicht sein, da die Ilias von Homer (habe ich in der Schule noch in Griechisch gelesen) so was wie das Buch aller Bücher ist. Kassandra tritt auf, indem sie auch stets die Alternative des Unterlassens vorschlägt. n "Up in the Air" mit George Clooney geht es um einen "Entlasser" vom Dienst, der für eine Consulting-Firma arbeitet, die sich auf Kündigungen spezialisiert hat. Es geht um Verlierer in der Wirtschaftskrise, aber auch um einen entwurzelten, schrägen Lebensstil des "Corporate America" (zumindest für "Personal-Studenten" Pflicht).

"Ein Filmpreis wäre eine Katastrophe. Wenn der Film einen Preis gewinnt, würde der Ministerpräsident oder jemand auf dieser Ebene ihn sehen wollen, um herauszufinden, was den Wirbel verursacht hat", Li Yu, chinesische Filmregisseurin, über ihre Arbeitsbedingungen.

 

    "Der gute Ruf geht weit, aber unendlich weiter geht der schlechte Ruf", Serbisches Sprichwort.

Kommentare  (Meinungsrubrik zu aktuelleren Fragestellungen; Views and Commentaries):

Die Wahl von Johannes Gutenberg zum größten Rheinland-Pfälzer dokumentiert die Mängel unseres Geschichtsunterrichts und der damit verbundene Ethnozentrismus: der Buchdruck mit beweglichen Lettern wurde schon viel früher in China erfunden (Sui-Dynastie, 581-618, Bi Sheng erfand dann zwischen 1041 und 1048 bewegliche Lettern; Gutenberg übernahm seine Technologie dann von den Portugiesen). Das Unwort des Jahres 2004 "Human - Kapital" indiziert eher die wissenschaftliche, insbesondere ökonomische, Inkompetenz der Unwort - Jury. Das Unwort des Jahres 2005 ist "Entlassungsproduktivität": selten gebraucht in der Ökonomie und überflüssig, da in der Arbeitsproduktivität enthalten. Für 2006 steht "Freiwillige Ausreise", das zu mehr "sprachkritischer Reflexion" aufrufen soll. 2007 wird das Wort "Herdprämie" gewählt, das einer gewissen Ironie nicht entbehrt. 2008 einigt man sich auf das Wort "Notleidende Banken". 2009 wird der Begriff "Sale" als überflüssigstes Wort und "Betriebsratsverseucht" als Unwort eingestuft. 2010 ist "Alternativlos" Unwort des Jahres. 2011 wählt die unabhängige Jury aus Sprachwissenschaftlern, Journalisten und Schriftstellern Döner-Morde als Unwort des Jahres. Vgl. auch Institut der Deutschen Sprache (IDS), Mannheim.

Viele deutsche Großunternehmen machen eine miserable Öffentlichkeitsarbeit (Beispiele:  Deutsche Bank, Daimler , Siemens). Insofern könnte hier investiert werden. "Siemens war und ist eine deutsche Ikone, die auch für moralische Werte und Integrität steht", Klaus Kleinfeld, ehemaliger Siemens-Chef. Auch die Öffentlichkeitsarbeit der deutschen Regierung nach der Naturkatastrophe in Japan 2011 ist ein Unding (Umweltminister auf einer Parteiveranstaltung). Viele Äußerungen und Nachrichten auf dieser Seite würden in China gegen das neue Internetgesetz verstoßen (Staat gegen Blogger; es gibt 30 Mio. Blogs in China). Chinas Sicherheitsbehörden verschärfen mit einer Art "Big Brother" (Comic-Figuren) die Kontrolle im Internet. Bis Mitte des Jahres wurden 2009  2000 Blogs und Foren geschlossen. Mittlerweile sind 2008  mit 220 Mio. Nutzern mehr Chinesen im Internet als Amerikaner. Mitte 2009 soll ein Filterprogramm eingeführt werden ("Grüner Damm zur Begleitung der Jugendblüte"). Es sollte in alle in China verkauften Computer eingebaut ("virtuelle Chinesische Mauer") werden. Amerikaner, Japaner und Europäer wollen die Software von Jinhui nicht einbauen und setzen sich durch. Die Chinesische Führung versucht trotzdem immer wieder zu zensieren, z. B. findet man bei den Unruhen in Nordafrika nicht Ägypten. Der Rektor der Pekinger Hochschule für Telekommunikation entwickelt die "Große Brandmauer", die ein System von Zensurfiltern darstellt. Wegen der Zensur entwickeln sich die Chinesen zu begeisterten Mikrobloggern. 2010 zieht sich Google zum großen Teil aus China zurück. Google unterwirft sich nicht mehr der Zensur, die Suchseiten werden nach Hongkong umgeleitet. In China dürfte es ca. 10 Mio. Menschen mit Internet-Sucht geben. Das größte chinesische Internet-Sozialnetz "Renren.com" will 2011 an die Börse. Die chinesische Regierung sperrt immer wieder Internetseiten, z. B. im März 2012 solche mit Gerüchten über einen Putschversuch. Das geplante internationale Urheberrechtsabkommen Acta birgt aber große Gefahren des Missbrauchs. Es sollte wesentlich genauer gefasst werden, damit es nicht Generationen von Juristen in aller Welt als Haupterwerbsquelle dienen kann ("Abzocke"). Ein "freies und offenes Internet" sind ein hohes Gut. Grundsätzlich ist der Kampf gegen Produkt- und Markenfälschungen durch ein internationales Handelsabkommen aber sinnvoll.  Deutschland hat sich an der geplanten Volkszählung der EU 2011 beteiligt ("Zensus 2011", die Erhebung 2000 in der EU wurde ausgelassen), was sehr zu begrüßen ist (durch die deutsche Vereinigung und den Zeitabstand zur letzten Zählung von 1987gibt es ein großes Datendefizit; es sollen hauptsächlich Daten aus Registern ausgewertet werden). Am 20.09.07 hat der Bundestag das Gesetz für die Volkszählung 2011 beschlossen. Die Vorratsdatenspeicherung ist umstritten. Gemessen an der kommerziellen Datengier im Internet sind die Informationen eher bescheiden. Jeder dritte Deutsche wurde befragt, in 10% der HH durch Interviewer (Religionszugehörigkeit freiwillig, Fragen zu Haushalt, Arbeit und Bildung). 80.000 Interviewer sollen unterwegs sein, die Kosten betragen 700 Mio. €. Stichtag ist der 9. Mai 2011. (Vorsitzender der Zensuskommission ist Gert G. Wagner vom DIW). NPD-Mitglieder sollten sich freiwillig zur Verfügung stellen, um Infos über Ausländer zu bekommen. Die Zählung ist besonders wichtig für die Stimmverteilung im Bundesrat und den Länderfinanzausgleich.

Die Verschiebung des Zentrums der Weltwirtschaft, insbesondere der Produktion und des Konsums,  nach Asien, die in ihren Auswirkungen die Dimension der industriellen Revolution erreichen kann, wird leider in den Wirtschaftswissenschaften noch nicht angemessen berücksichtigt. Die Industrieländer (G8) laufen mittlerweile Gefahr, weltweit nicht mehr Ernst genommen zu werden:  Warum die O5 einerseits nicht einbezogen sind, andererseits die EU mit allen wichtigen Staaten ist nicht zu vermitteln. Das gleiche gilt für die Leitung von IWF und Weltbank. In der Betriebswirtschaftslehre rücken zu Recht weltweite Wertschöpfungsprozesse (Produktionswirtschaft mit Innovation, Umwelt, Logistik und Kostenrechnung) in den Mittelpunkt. Die Unternehmensteuerreform  enthielt drei innovative, interessante Bausteine: die Zinsschranke, Thesaurierungs-begünstigung, und die Abgeltungssteuer. In der Praxis erweist sich die Zinsschranke in der Wirtschaftskrise 2009 als gefährlich (sie wurde deshalb modifiziert). Auch der eingeschränkte Verlustvor- und -rücktrag wirkt ähnlich in der Krise. Eine steuerliche Förderung der Forschung - wie von der Wirtschaft gefordert - wäre wünschenswert. Die Überprüfung aller Doppelbesteuerungsabkommen ist sicher sinnvoll und nützlich. Die steuerlichen Maßnahmen im Wachstumsbeschleunigungsgesetz sind jedoch höchst zweifelhaft. Ein Skandal ist, dass ca. 13.000 Finanzbeamte (Deutsche Steuergewerkschaft) fehlen, um insbesondere Steuerprüfungen bei Firmen in ausreichendem Umfang durchführen zu können.

Die Erhebung von Studiengebühren ist akzeptabel, wenn die Mittel größtenteils den Hochschulen zufließen, zinslose und nicht in jedem Falle zurückzuzahlende Kredite zur Verfügung stehen und die Benachteiligung von Kindern aus sozial schwachen Schichten in der Grundschule behoben wird. Studiengebühren haben große Vorteile, wenn die Umverteilung zugunsten Bedürftiger funktioniert. In RLP dürften der Sonderweg Probleme bereiten ("Landeskinderregelung" mit gebührenfreiem Erststudium oder Stipendien - wurde ausgesetzt - / Finanzausgleich bei negativem Gerichtsurteil). Die Akkreditierungsagenturen müssten auch die zukünftigen Erträge der neuen Qualifikationen ermitteln (generell wird die Angebotsqualität vernachlässigt). Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Februar 2012 ist das Basisgehalt für W2-Professoren in Hessen "evident unzureichend" (Alimentierungspflicht, Abstandsgebot). Die Leistungszuschläge sollen auch einklagbar sein.  Eine Überarbeitung dieses Besoldungssystems ist dringend erforderlich. Eine Untersuchung vom Handelsblatt ergibt, das deutsche Ökonomen kaum konkurrenzfähig sind. Sie betreiben keine Forschung auf internationalem Niveau. Viele Top - Ökonomen wandern mittlerweile auch ins Ausland aus. Lieblingsland ist die USA. Dies sollte uns auch an Fachhochschulen anspornen, mehr Forschung und Veröffentlichungen in Angriff zu nehmen ( www.handelsblatt.com/oekonomie ). Allerdings steigt die Produktivität (www.handelsblatt.com/vwl ). Aber es herrscht große Konzentration: ca. 15% der Professoren veröffentlichen ca. 80% der Publikationen. Beste VWL - Uni im deutschsprachigen Bereich sei Zürich vor Mannheim. 2011 überholt Mannheim Zürich. Auf einer Weltbesten - Liste der Hochschulen, erstellt von der Uni Shanghai, sind sechs deutsche Unis vertreten, die LMU München mit Platz 53 am besten. Die Finanz- und Weltwirtschaftskrise, die von Ökonomen nicht vorhergesagt wurde, zeigt, dass die Theorien der Volkswirtschaftslehre grundlegend überarbeitet werden müssen. Nicht ökonomische Motive und psychologische Faktoren (Emotionen) müssen in die Modelle eingebaut werden. Wichtige bisherige Theoriestränge sind unhaltbar. Außerdem sollte bei jeder Gelegenheit - ähnlich dem Spruch von Cato ("Ceterum censeo Carthaginem esse delendam") - betont werden, dass die Steuerzahler dieser Welt die Banken und Finanzmärkte retten mussten. Aber auch eine Ökonomie der Nachhaltigkeit muss allmählich mehr theoretisch fundiert werden.

Der OECD-Bildungsbericht 2007 sieht in Deutschland für die Zukunft einen großen Mangel an Ingenieuren und Lehrern. Außerdem sei die Studienabbrecherquote mit 35% viel zu hoch. Das ist die Quittung für die extrem schlechten Rahmenbedingungen an den Hochschulen, insbesondere Fachhochschulen, und für die Vernachlässigung der sozialen Komponente. Der Hochschulpakt ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Durch die Besoldungsreform an den Hochschule (W2 Einstieg an FH) wird man kaum noch Spitzenleute als Quereinsteiger aus der Praxis bekommen. 2011 stellt die OECD fest, das die deutschen Bildungsausgaben im internationalen Vergleich unter dem Durchschnitt liegen. Es fehlten auch Hochqualifizierte. Der Bildungsmonitor 2009 zeigt für Rheinland-Pfalz (RLP) gute Leistungen im Schulbereich, aber Schwächen in der Hochschulforschung. 2011 zeigt sich generell eine Verbesserung, RLP rückt auf den fünften Platz vor. Eine Studie (Minimal Economic Knowledge, MEK) weist 2010 nach, dass die Deutschen zu wenig über Wirtschaft wissen. Die Noten an den Hochschulen werden immer besser (Statistisches Bundesamt).  Das Abbild des Leistungsvermögens scheint nicht mehr realitätsgetreu zu sein. Ursachen könnten Image und Bequemlichkeit sein. Deshalb setzen Personaler immer mehr auf Zusatzqualifikationen und eigene Tests.

"Ich habe die Arbeit selber geschrieben - ich stehe auch zu dem Blödsinn, den ich darin geschrieben habe," Karl-Theodor zu Guttenberg 2011 (zu dem Entschluss, aufgrund der Plagiatsvorwürfe auf seinen Doktor zu verzichten).

No tener pelos en la lengua: kein Blatt vor den Mund nehmen.

 

Seidenstrasse (als alte Verbindung zwischen Europa und Asien, vgl. auch die Geschichte der Globalisierung auf der Ostasienseite):

      Marco Polo-Denkmal am Jiayuguan Pass in der Wüste Gobi in der Provinz Gansu  im Westen Chinas im Herbst 2008.

Der Begriff "Seidenstraße" geht auf den deutschen Asienforscher Ferdinand von Richthofen (1833-1905) zurück. Er erforschte zwischen 1860 und 1880 China und die Handelswege von dort nach Europa. Der oben abgebildete Pass ist der größte der Welt an der alten Seidenstraße (Serike, Serata) zwischen Asien und Europa, der alten "Autobahn" der Globalisierung und dem Symbol des Handels zwischen Asien und Europa. Hier ist auch das Ende der Chinesischen Mauer (mit einer Festung, die Fallen enthält). "Vom regen Handel der Kaufleute hängt der Wohlstand der Welt ab", Dschingis Khan. Er war Mongolenherrscher und hatte im 13. Jahrhundert das größte Reich der Geschichte, einschließlich China. Er begründete eine Strecke der Seidenstraße, über die Marco Polo (1271-1295; in genuesischer Gefangenschaft schrieb er seine Erlebnisse auf; das Erfolgsbuch prägte vor den Jesuiten das Chinabild der Europäer) ebenso wie Ibn Battuta (1325-1353) reisten und über die viele Produkte und  Erfindungen aus China, das zu der Zeit die technologische Führungsmacht der Welt war, nach Europa kamen. An den Erzählungen Marco Polos zweifelten schon die Zeitgenossen. 17 Jahre will er das Land bereist haben. Beim Schreiben half ihm Rustichello da Pisa. Das Buch heißt "Il Milione". Im Niedersächsischen Landesmuseum begann am 26.01.12 eine Ausstellung unter dem Titel "Von Venedig nach China".  Die Hauptroute der Seidenstraße lief von Xian (genau von Chang´an), der alten Kaiserstadt, über Dunhuang (im Hexi-Korridor), Kashgar, Samarand, Teheran, Bagdad nach Antiochia. Von Xian, Dunhuang und Kashgar gab es Nebenrouten nach Kalkutta, Karatschi, Rangun, Guangzhou/Hongkong, Shanghai und Peking. Der Handel fand mit Zwischenhändlern in Teilabschnitten statt. Die beiden Enden (zuerst Chinesen und Römer) kannten sich in der Regel nicht. Gehandelt wurden Seide, Porzellan, Tee, Felle und Lackwaren aus dem Osten und Gold, Silber, Weihrauch, Bernstein und Glas aus dem Westen. Die Provinz Xinjiang ist heute das Drehkreuz für Chinas Öl- und Gasversorgung (Hauptstadt Urumqi, in der Provinz leben viele Uiguren, sie gilt als Unruheprovinz). Aus den Grotten von Dunhuang wurde im 19. Jahrhundert die größte und am besten erhaltene Bibliothek über die Geschichte des Buddhismus von europäischen Forschern geraubt. Die Rollen sind heute über die Bibliotheken der Welt verstreut, die meisten sind im British Museum in London. Sie sind in vielen Sprachen (chinesisch, indisch, altpersisch "Keilschrift" u. a.). Es soll eine Art neue Seidenstraße errichtet werden. Die Seidenstraße hatte ihre Blütezeit in der Tang-Dynastie ((618-907, Mogao-Grotten) und in der Pax Mongolica (1250-1350).  Später haben sich die Kaiser der Qing-Dynastie (ab 1644), die Mandschuren waren, immer um einen Ausgleich zu den Nachbarstaaten im Westen, Nordwesten, Nordosten, Norden und Süden (Mongolei, Turkmenistan, Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisistan, Afghanistan, Iran, Russland, Pakistan, Indien) bemüht. Eindrucksvoll zeigt sich dies an den nachgebauten Klöstern am Sommersitz der Dynastie in Chengde in der Provinz Hebei im Nordosten von Beijing. 

 

 

 

Chengde, Nachbildung des Potala-Palastes in  Lhasa/  Tibet.

 

"Wir sind , was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt", Buddha.

 

Troja und Homer:

                                            Trojanische Pferde 2010: links aus dem Film Troja. Dieses Pferd steht mittlerweile in Canakkale bei Troja (es soll zukünftig in einem Troja-Park stehen). Rechts das Pferd, das im Eingang der Ruinen von Troja steht und von einem Schreiner gestiftet und gezimmert wurde. Wahrscheinlich stellt das Pferd in der Ilias nur ein Symbol dar (mit der Kriegslist/ "Danäergeschenk" gelingt die Eroberung nach 10jähriger Belagerung).

Wahrscheinlich war auch Troja als regional bedeutende Metropole an das Netz der Seidenstraße angeschlossen (heute spricht man von einer "neuen Seidenstraße" durch den Bahntunnel unter dem Bosporus in Istanbul; ein weiterer alter Teil führte durch Kappadokien über Ortahisar, Konya, Beysehir und Side). Die Bedeutung von Troja lag in der Lage an einer der wichtigsten Seestraßen der damaligen Zeit an der Einfahrt der Dardanellen. Die heftigen Winde ließen Schiffe immer wieder vor Troja anlegen (das Meer reichte damals bis zur Stadt; wahrscheinlich Zoll und Hafengebühren). Troja lag in Wilusa, einem Gliedstaat des Hethitischen Großreichs, an der Westküste der heutigen Türkei (am Hügel Hisarlik, 30 km entfernt vom heutigen Canakkale). Die Hauptstadt des einstigen Hethiterreiches war Hattuscha, im heutigen Zentralanatolien gelegen. Um 800 v. Chr. schrieb Homer mit der Ilias (habe ich noch in der Schule in Altgriechisch gelesen) das älteste Literaturdenkmal Europas. Es hat viele nachfolgende Kulturen (u. a. das Römische Reich) stark beeinflusst (deshalb subventionierten die Römer, z. B. Augustus und Hadrian, spätere Neugründungen wie Troja VII und VIII). Insofern ist die Ilias das Buch aller Bücher in der Welt. Ob der Trojanische Krieg tatsächlich stattgefunden hat, so wie in der Ilias beschrieben, ist noch nicht geklärt. Es mehren sich die Anzeichen aus Ausgrabungen, dass um 1200 v. Chr. tatsächlich kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Mykene und Troja stattgefunden haben und das Troja wesentlich größer war als nur der ursprünglich entdeckte Hügel von Schliemann (dies dürfte Troja II gewesen sein; das Troja des berühmten Krieges könnte Troja VI sein; Schliemann reiste zuerst nach China und der chinesischen Mauer). Klar ist, das der berühmte Goldschatz des Priamos, der seit dem 2. Weltkrieg wahrscheinlich in Moskau aufbewahrt ist, nicht von diesem sein kann. Andere Ausgrabungen sind im Pergamon-Museum in Berlin (die Türkei fordert die Rückgabe) oder in den archäologischen Museen von Canakkale und Istanbul ausgestellt. Die Ausgrabungen in Troja werden in der Regel von deutschen Wissenschaftlern geleitet (am bekanntesten war der Tübinger Archäologe Prof. Korfmann) und von Unternehmen gesponsert, z. B. von Daimler. Seit 1906 graben deutsche Archäologen auch in Hattuscha. Im Herbst 2010 habe ich Troja besucht (im Rahmen eines Erasmus-Aufenthaltes für Vorlesungen an der Kültür-Uni in Istanbul).

Wesentlich besser erhalten und mittlerweile ein Geheimtipp ist Laodikeia im Westen der Türkei (unweit von Pamukkale). Das Stadion war das zweitgrößte im Römischen Reich nach dem Circus Maximus in Rom. Hier ist eine der ältesten Kirchen der Welt fast vollständig erhalten geblieben. Im siebten Jahrhundert wurde die Stadt durch ein Erdbeben zerstört.

"Die frühere Ungewissheit schwindet und die Lösung scheint näher denn je zu liegen. Es würde nicht verwundern, wenn das Resultat bereits in naher Zukunft lauten würde: Homer ist ernst zunehmen", Joachim Latacz, Troia und Homer. Der Weg zur Lösung eines alten Rätsels, München/ Berlin 2001, S. 342. Vgl. auch Askin, M.: Troja, Istanbul 2010.

 

Islamische Kultur und Wirtschaft:

Toledo, Spanien. Hier lebten Christen, Muslime und Juden Jahrhunderte einträchtig in Toleranz zusammen. Toledo war für die muslimischen Herrscher nach Cordoba die zweitwichtigste Stadt in Spanien. Die Stadt ist auch durch ihren Stahl und die daraus gefertigten Schwerter/Messer und den Maler El Greco berühmt. El Greco hat mit seiner Modernität sehr viele Maler beeinflusst.

Rund 1,4 Milliarden Menschen bekennen sich heute zum Islam, die meisten leben in Asien und Afrika. In Deutschland leben ca. 4 Mio. Moslems, die meisten kommen aus der Türkei (in Duisburg Marxloh steht die größte Moschee Deutschlands).. Leider wird in der deutschen Bevölkerung immer wieder der normale Islam mit extremem Islamismus und extremem Nationalismus verwechselt. Dies hängt sicher auch damit zusammen, dass der islamische Terrorismus einer der dominierenden Strömungen (neben dem Aufstieg Chinas) unserer Zeit ist. Viele Jahrhunderte war die arabische Kultur der europäischen weit voraus (Mathematik, Architektur, Medizin u. a.; der andauernde Niedergang ist ein historisches Rätsel). Auch die Ursprünge unserer Ökonomie liegen mit der Erfindung der Landwirtschaft in Mesopotamien in diesem Raum. Der maurische Philosoph Ibn Rushd (genannt Averroes) aus Cordoba, der im 12. Jahrhundert lebte, gilt sogar als der Retter des griechischen Philosophen Aristoteles. Aristoteles war zu der Zeit bekannter bei den Arabern als im Abendland. Averroes beeinflusste stark die Denker Albertus Magnus und Thomas von Aquin. In Europa erinnern noch heute Bauwerke in Cordoba und Granada an eine der glanzvollsten Epochen des Islam.

Die Religion des Islam gründet sich auf den Koran, der einer der wichtigsten und mächtigsten Bücher der Welt ist. Er entstand vor etwa 1400 Jahren. Er geht auf Mohammed zurück, der als 40-jähriger Kaufmann seine erste Offenbarung in Mekka empfängt. Mohammed war zuerst Schafhirte und Analphabet bis er durch seinen Heirat mit einer wohlhabenden Frau sozial aufstieg. Später muss er nach Medina fliehen (622, Beginn der islamischen Zeitrechnung). 632 macht er seine Abschiedswallfahrt und stirbt. Die Überlieferungen zu Mohammeds Leben sind neben dem Koran die wichtigste Quelle des Islam. Wie die Christen und Juden beruft sich der Islam auch auf Abraham und Moses (siehe Topkapi - Museum in Istanbul).  Später kam es zu einer Spaltung zwischen Sunniten und Schiiten. Der Gegensatz zwischen den beiden Religionsgruppen, der zum Teil erbittert auch heute noch ausgetragen wird, ist für die Konflikte und Instabilität in vielen Ländern Arabiens verantwortlich (Syrien, Irak, Jemen, Bachrain). In vielen arabischen Ländern und im Iran gibt es aber noch andere kulturelle Einflüsse (Geschichte Persiens als Weltreich). Der Einfluss der islamischen Kultur auf die Wirtschaft wird im Mittelpunkt verschiedener Veranstaltungen stehen (Interkulturelle Kompetenz, Kommunikation, International Economics). Als Kaufmann hatte Mohammed sicher eine Affinität zum Wirtschaftsleben. Mekka, in Saudi-Arabien gelegen, ist heute Mittelpunkt des islamischen Universums. In dieser Metropole trifft der Islam auf die ökonomische Globalisierung. Hier stehen die Kaaba, ein quadratischer Stein und ein schwarzer Meteorit (Umgebung teuerstes Bauland der Welt). Bei der Haddsch, der Wallfahrt nach Mekka (verbunden mit dem Berg Arafat anlässlich der Steinigung des Teufels Mina), muss der Würfel siebenmal umrundet werden. Der Islam ist heute eine sehr heterogene Religion, die daher in viele Strömungen differenziert werden muss. Unter ihnen gibt es Gruppen, die als radikal angesehen werden können, z. B. die Salafisten (diese Fundamentalisten sind in Deutschland sehr erfolgreich, weil sie Deutsch predigen und den Alltag der jungen Menschen genau kennen; 2012 verteilen sie in großen Mengen kostenlos den Koran). Grundlegend für die Entwicklung des Islam und viele Konflikte im Nahen Osten ist der Gegensatz zwischen Sunniten und Schiiten (vgl. oben). Ca. zehn bis zwanzig Prozent sind Schiiten, vor allem im Iran, Irak und im Libanon. Diese zwei Gruppen haben sich im siebten Jahrhundert darüber zerstritten, wer als Kalif Nachfolger von Mohammed werden sollte. Die Schiiten verloren den Machtkampf.  Der Name der Schiiten geht auf "Schia Ali", die Partei Alis, zurück. Die Sunniten sind die Anhänger der Tradition (Sunna). "Gottes ist der Orient, Gottes ist der Okzident. Nord- südliches Gefälle, Ruht im Frieden seiner Hände", Goethe, West-Östlicher Divan (entspricht der 2. Sure des Koran, sehr doppeldeutig, wenn man Gott durch Allah ersetzt). Vgl. zum Islam auch die pessimistische Prognose: Hamed Abdel-Samad, Der Untergang der islamischen Welt, Droemer 2010.

Wenn die Alkoholsteuer 2010 in der Türkei um 30% erhöht wird, geht es sicher nicht nur um religiöse Motive, sondern auch um fiskalische (was zum Schwarzbrennen einlädt und den Konsum noch gefährlicher macht; die türkische Finanzwissenschaft wurde stark von deutschen Wissenschaftlern geprägt, wie etwa Neumark, der vor den Nazis emigrierte). In der Türkei leben 74 Mio. Muslime. Hier wurde der Islam 1928 als Staatsreligion abgeschafft. Die Unruhen in Nordafrika 2011 (Tunesien, Ägypten, Jemen, Libyen) zeigen, wie wichtig die Türkei als Bindeglied zu den islamischen Ländern sein könnte. Die Türkei spielt auch eine Schlüsselrolle in dem Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten. Als Transitland hilft die Türkei der EU bei der Flüchtlingsfrage und erwartet dafür EU-Reiseerleichterungen. Im September 2011 wird beim Besuch des türkischen Präsidenten Gül ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen. Deutschland ist nach wie vor gegen eine Vollmitgliedschaft in der EU .Im Oktober 2011 wird der 50. Jahrestag des Beginns der türkischen Arbeitsmigration nach Deutschland gefeiert. Die Türkei entwickelt sich immer mehr zum Vorbild für die Modernisierung der islamischen Welt. Gleichzeitig wachsen die Spannungen zwischen weltlichen und religiösen Kräften. Religionsfreiheit gibt es nicht in der Türkei. Die Türkei hat noch keine Atomkraftwerke, 4 sind in der Planung. Istanbul ist stark erdbebengefährdet. Ökonomisch bereiten das hohe Leistungsbilanzdefizit und die hohe Arbeitslosenquote Sorgen. Im WS 2010/2011 hielt ich mich zu einem Lehrauftrag in Istanbul auf; im SS 2011 organisiere ich dort ein Symposion über Familienunternehmen. "Ich bin hier nicht als Tourist in kurzen Hosen unterwegs, sondern als deutscher Außenminister. Das, was ich sage, zählt". Guido Westerwelle, Bundesaußenminister (FDP) bei einem Türkei-Besuch im Januar 2010.

Heute entstehen dort immer wieder Konflikte durch das Kopftuch (Verbot in Universitäten von Erdogan gelockert, Rektoren entscheiden). Während der Regierung Erdogan hat sich aber die Lage der Christen in der Türkei verbessert. Ein gutes Dutzend orthodoxer Bischöfe konnte 2010 aus anderen Ländern eingebürgert werden. Auch im Kloster Sümela und auf der Insel Akdamar konnten erstmals nach langer Zeit wieder Gottesdienste gefeiert werden. 2011 kommt ein Gesetz, das die Rückgabe von ehemaligem Kirchenbesitz regelt. Mittlerweile gehören Indonesien und Pakistan (Gründung 1947 durch muslimische Nationalisten) zu den mächtigsten muslimischen Ländern mit den meisten Muslimen. Die Universität Straßburg bietet einen internationalen Studiengang für islamisches Finanzwesen an. Der Islam besitzt ein Normensystem, das als Scharia bezeichnet wird. Rechtwirksam wird es erst durch Einbindung in nationales Recht. Es wird im internationalen Recht zu Rate gezogen, vor allem im Familien- und Erbrecht. Hier kann es unterhalb der Gerichte in Mediation eingesetzt werden. "Ich rufe Ägypten auf: Vergesst nicht eure Kultur und Geschichte", Erdogan, türkischer Ministerpräsident, appelliert an die Regierung, keine Gewalt einzusetzen. 2011 bei einem Deutschlandbesuch geißelt er die Islamophobie.

Berühmte Stelle in der Hagia Sophia in Istanbul ("Kirche der göttlichen Weisheit", gilt auch als 8. Weltwunder), wo der römische Kaiser bzw. der Sultan seine Audienzen abhielt. Das Plakat zeigt Istanbul als Kulturhauptstadt von Europa 2010 (zusammen mit Essen). Die Kirche, von Konstantin dem Großen ca. 300 n. Chr. erbaut und von Kaiser Justinianus 537 geweiht,  bzw. Moschee (seit 1453 für mehrere Jahrhunderte, heute Museum)  hat ein wechselvolles Schicksal. Kein anderes Symbol steht so für die gemeinsame Geschichte von Christentum und Islam (beide Religionen berufen sich auf die gleichen Gründungsväter wie Moses und Abraham).

"Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland", Ex-Bundespräsident C. Wulf in seiner Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit. Wulf besuchte 18. bis 22. Oktober 2010 eine Woche die Türkei und legte den Grundstein für die neue deutsche Uni in Istanbul. Mittlerweile gibt es einen wachsenden "Stammtisch" remigrierter Akademikerinnen und Akademiker aus Deutschland in Istanbul (hier lebt fast ein Viertel der türkischen Bevölkerung; die Stadt soll noch gigantisch vergrößert werden). In RLP wurde ein "Runder Tisch Islam" eingerichtet.

 

 

   "Wo sind die Weisen der Vergangenheit, Wo die Zukunft?  Himmel und Erde bestehen ewiglich, Einsam und traurig vergieße ich Tränen", Chen Zi´ang (661-702).                  

Ganzheitliches Denken (aus China, auch bei uns):

Der Gedanke von der Einheit von Mensch und Natur ist Kern der Weltsicht der traditionellen chinesischen Kultur (geprägt von Daoismus und Konfuzianismus). Dadurch entstanden eine Reihe von gedanklichen Gebilden in China, die sich von der westlichen Kultur unterscheiden, diese aber heute erheblich beeinflussen. Generell ist die Welt der Asiaten komplexer (dagegen bei uns mehr in Schubladen). Es gibt weniger einfache Lösungen. Alles hängt mit allem zusammen. Die Gehirne scheinen aufgrund der Kultur anders gepolt. Dies wirkt sich auf Wahrnehmungen aus, die bis in Gehirnstrukturen wirken. Leben Asiaten lange im Westen passen sie ihr Denken an. "Es ist viel Raum in den Hautfalten des Buddha", Chinesisches Sprichwort.

Ein Beispiel für ganzheitliches Denken ist die traditionelle chinesische Medizin (TCM: Kräuter, Akupunktur, Tuina, Qigong). Gesundheit bedeutet Gleichgewicht von "Yin" und "Yang", da der menschliche Körper ein winziges Abbild des kosmischen Systems ist. Daher wurden die Meridiane und Akupunkturpunkte entwickelt. Die chinesische Militärstrategie folgt auch diesem Denken: Sie beurteilt zunächst die Rechtschaffenheit (yi). Im Westen steht der Nutzen im Vordergrund. Sunzis Kriegskunst wurde zuerst im 8. Jahrhundert nach Japan exportiert und im 18. Jahrhundert  in viele Sprachen übersetzt. Ein weiteres Beispiel ist das chinesische Essen: Es folgt den Prinzipien Harmonie und Ordnung. Die chinesische Küche ist über mehrere tausend Jahre zu einer großen Perfektion gelangt.  Runde Dinge (Harmonie!) herrschen vor, vereint mit einer strengen Hierarchie.  Auch die philosophischen Hauptströmungen "Daoismus" und "Konfuzianismus" reflektieren die zentralen Beziehungen zwischen Mensch und Kosmos als ganzheitliches System. Der Konfuzianismus wird als "Herrschaftsideologie" von der Regierung gefördert in Ergänzung zum Marxismus-Maoismus. Die "breiten Massen" in China stehen dem Daoismus näher (geht auf Laotse zurück), der in seiner Grundstruktur Parallelen mit dem Denken der marxistischen Philosophie hat. Die Chaostheorie und die Quantentheorie der Physik haben die Verbindung zwischen alter chinesischer Weisheit und moderner westlicher Wissenschaft bestätigt. Der dänische Physiker Niels Bohr machte das chinesische Symbol von Yin und Yang zu seinem Familienwappen (vgl. Shuyang Su: China. Eine Einführung in Geschichte, Kultur und Zivilisation, Gütersloh/ München 2008, S. 199). Bohr arbeitete die quantentheoretischen Erkenntnisse Max Plancks in sein Atommodell ein (die Elektronen können nur auf bestimmten Bahnen den Atomkern umkreisen). Der Grieche Demokrit hatte um 400 v. Chr. als erster in Europa die Idee von einem elementaren Atommodell. Mehr ganzheitliches Denken würde den Wissenschaften im Westen, auch den Wirtschaftswissenschaften, gut tun. Hier ist sicher noch einiges zu lernen.

Interessant sind in diesem Zusammenhang die Überlegungen des englischen Philosophen Searle. Er bindet das Denken, insbesondere gas Ganzheitliche, an ein biologisches Hirn und schließt aus, das Computer intelligent sein können. Berühmt ist sein Beispiel des "chinesischen Zimmers": Jemand, der nur Englisch spricht und im Hirn eines Chinesen gefangen ist, würde kein Chinesisch verstehen. Vgl. Searle, J. R.: Minds, Brains and Programs, in: Behavioral and Brain Sciences, 3 (1980), S. 417-457.

Auch die chinesische Lehre des Chan (ursprüngliches chinesisches Zen, sie kommt aus dem indischen Tantrismus) geht von einer ganzheitlichen Form des Bewusstseins aus. Es geht darum, im Augenblick zu leben und den Körper, die Empfindungen und Gefühle von jeglichen Glaubensmustern und erstarrten Formen zu lösen. So kann man eintauchen in die Realität und mit der Welt der Materie, die einen umgibt, kommunizieren.

In Kaiserslautern werden als einzigem Ort in Europa buddhistische Shaolin Kampfmönche ausgebildet. Sie folgen damit der Tradition des chinesischen Shaolin-Tempels in der Provinz Henan. Sie dienten Jahrhunderte den chinesischen Kaisern. Sie sind heute durch Kung-Fu-Shows weltbekannt.

Auf der anderen Seite gibt es auch viele Gemeinsamkeiten mit unserer Kultur. Ein gutes Beispiel dafür ist der tibetische Sagenheld Cesar, der in einem Cesar-Epos verehrt wird. Er steht für die Identität und Geschichte Tibets. Er soll seinen Sitz in Ling gehabt haben. Er ist Gottes Sohn, der auf die Erde kommt, wenn die Menschen in Bedrängnis sind. Viele weitere Elemente der Geschichte haben Parallelen mit der von Jesus in der Bibel. Andere ähneln denen der Siegfried-Sage oder dem Troja-Epos von Homer. Die gemeinsamen Ideen und Geschichten in asiatischen und abendländischen Epen überraschen immer wieder (Vgl. zu Cesar Reinhold Messner: 13 Spiegel der Seele, Zürich 2007, S. 49ff.). In seiner Burg Juval im Vinschgau (Südtirol, Eingang zum Schnalstal) gibt es einen großen Raum mit Ausstellungsstücken zu Cesar ("Tausend Freuden", benannt nach der ersten Frau von Cesar). Der heilige Berg der Tibeter ist der Kailash (6714 m hoch, am Manasarovar-See). Hier entspringen die wichtigsten Flüsse Asiens. Der Berg kann umrundet werden (alle "Heiligen" Tibets sollen das gemacht haben, Milarepa, Padmasambhawa, Cesar, Buddha). Der Berg soll die Achse der Erde darstellen. Er soll auch Wiege des Lamaismus sein (der Dalai Lama will sich zurückziehen).

"Für eine Unze Gold kann man keine Unze Zeit kaufen", aus China.

"Wenn wir inneren Frieden empfinden, berühren äußere Probleme uns nicht", Dalai Lama.

 

      Zitate:

"Es ist allein unsere Entscheidung, ob wir etwas tun oder ob uns etwas getan wird", Guido Westerwelle zur Globalisierung und zu den Folgen für Deutschland. "Es ist nicht in Ordnung, dass Europa pro subventionierte Kuh mehr ausgibt, als ein Afrikaner zum Leben hat", Horst Köhler, Bundespräsident. "Wenn China die Werkbank der Welt ist und Russland die Zapfsäule, müssen wir das Konstruktionsbüro sein", Ex-Bundesumweltminister Gabriel  "Wir brauchen bei Löhnen eine Untergrenze, schon um Sittenwidrigkeit und Ausbeutung zu verhindern", Christian Wulf, niedersächsischer Ministerpräsident. "Europa muss seine Völker in der Globalisierung schützen", Nikolas Sarkozy. "Wir, die wir hier in Europa offene Schwimmbäder seit Jahrzehnten heizen, sollten vorsichtig sein, wenn wir Maßnahmen verlangen, die in der Dritten Welt den Betrieb eines Kühlschranks nicht erlauben", Frank-Walter Steinmeier, Ex-Bundesaußenminister. "Es ist schädlich", dass Asiens Aufschwung als Bedrohung gilt", Günter Verheugen, Ex-EU-Kommissar. "Öl ist die Quelle aller Aggressionen", Hugo Chavez, Präsident Venezuelas auf dem OPEC-Kongress in Riad. "Uns muss alarmieren, dass der sichtbare und messbare Erfolg der Sozialen Marktwirtwirtschaft sich nicht mehr im Vertrauen der Bürger spiegelt", Dieter Hundt, BDA-Präsident zur Diskussion über zu hohe Managergehälter. "Das ist Ausdruck eines Karawanen-Kapitalismus, von dem viele wissen müssen, dass er die Zustimmung zu diesem Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell systematisch unterminiert, Peer Steinbrück, Ex-Bundesfinanzminister, zum Umzug von Nokia. "Wir sagen keine Rezession voraus, wir sagen ein verlangsamtes Wachstum voraus", Ben Bernanke, US-Notenbank-Chef zur US-Konjunktur bzw. Wirtschaftskrise. "Ganze Bevölkerungsschichten verarmen. Da wächst ein Krisenpotential in unserer Gesellschaft. Ich frage mich: Wann explodiert es?", Gerhard Baum ehemaliger Bundesinnenminister (FDP).  "Wir sollten nicht jedes einzelne Kreditinstitut schützen. Das Wirtschaftsleben kennt eben Gewinner und Verlierer. Wir werden weitere große Finanzkonzerne zusammenbrechen sehen", Alan Greenspan, im September 2008. "Die sozialistische Planwirtschaft ist ebenso gescheitert wie der neoliberale Marktradikalismus, Für den zahlen wir gerade die Zeche", Horst Seehofer, bayrischer Ministerpräsident.  "Das Finanzsystem steht vor der größten Herausforderung seiner Geschichte", US-Finanzminister Tim Geithner im Februar 2009. "Wir haben das Gefühl, dass wir in den letzten Jahren Asien nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt haben", Hillary Clinton, US-Außenministerin, vor einer Asienreise 2009. "Verlierer weinen, Sieger schauen nach vorn", Arnold Schwarzenegger, Gouverneur von Kalifornien zur Weltwirtschaftskrise. "China spielt das Zünglein an der Waage, um für den Aufschwung zu sorgen", R. Stadler, Audi-Chef. "Die Krise kann zu einer Gefahr für die Demokratie werden, wenn in ein paar Monaten am Arbeitsmarkt handfeste Folgen spürbar werden", Gesine Schwan. "Der Sozialstaat ist Teil der kulturellen DNA des Landes, er gehört zum Selbstbewusstsein und zur Identität der Deutschen so wie Goethe und Schiller", Olaf Scholz, Ex-Bundesarbeitsminister. "Selbst wenn die Wachstumsraten künftig höher sind: Es wird noch lange dauern, bis wir das alte Wohlstandsniveau wieder erreicht haben", Axel Weber, Ex-Bundesbankpräsident. "Ich habe gar keine besondere Lust an der Provokation. Ich bringe nur Dinge gerne auf den Punkt, und das erweckt bei anderen manchmal Emotionen", Thilo Sarrazin, Ex-Bundesbank-Vorstand. "Die Devise "Privat vor Staat" taugt für die Zukunft nicht mehr, Jürgen Rüttgers, ehemaliger Ministerpräsident NRW. "Der Bambus wiegt sich im Sturm, aber er bricht nicht!", Philipp Rösler, Bundesgesundheitsminister. "Ich wundere mich immer wieder über den einen oder anderen Schlaumeier, der weiß, wie in 20 Jahren die Welt aussieht", Karl-Theodor zu Guttenberg. "Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Von einem Wirtschaftswunder kann keine Rede sein", Sachverständigenrat zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Jahresgutachten 2010. "Wir gehen mit Sieben-Meilen-Stiefeln voran, manch andere trotten im Gänsemarsch hinterher", Rainer Brüderle, Bundeswirtschaftsminister, zum Konjunkturaufschwung in Deutschland 2011. "China spart und exportiert, Europa konsumiert, und die USA konsumieren und leben auf Pump. Das kann so nicht weitergehen", Christine Lagarde, Ministerin in Frankreich. "Das ist die schwerste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg", Naoto Kan, japanischer Premierminister nach der Naturkatastrophe 2011.

 

"Ein neues Lied, ein besseres Lied, O Freunde, will ich euch dichten! Wir wollen hier auf Erden schon das Himmelreich errichten", Heinrich Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen, I. (im Jahre 2006 150 Jahre tot, 17. 02. 1856 gestorben, Infos). Bezieht sich der Vers auf das Kommunistische Manifest?

Wolf Biermann hat ein Lied aus obigem berühmten Vers von Heine gemacht, das er in der langen Nacht der Museen im März 2006 im Ernst-Bloch-Zentrum in Ludwigshafen vortrug (neben Ostasieninstitut und Walzmühle; gibt auch einen Bloch-Almanach heraus). Berühmter Spruch von ihm: "Nur wer sich ändert, bleibt sich treu". Er ist Ehrenbürger von Berlin.

"Der aufrechte Gang wird am letzten gelernt", Ernst Bloch, geboren in Ludwigshafen (auch: "Die einzige Sprache, die jeder versteht, ist die Sprache des menschlichen Gesichts"). 2007 ist im Suhrkamp-Verlag eine Bildbiographie über Bloch erschienen.